Gunnar Elstner

Rechtsanwalt

Drohende Kündigung


Kündigungen werfen meist über einen längeren Zeitraum ihre Schatten voraus. Das gilt für Kündigungen durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Signale dafür können vielfältig sein. In solchen Situationen macht es für jede Seite Sinn, eine eigene Strategie parat zu haben, um diese Phasen gut und unbeschadet zu durchstehen. 


Mögliche Warnzeichen im Hinblick auf eine drohende Kündigung durch den Arbeitgeber können sein:


  1. schlechte wirtschaftliche Lage des Arbeitgebers,

  2. Umstrukturierung,

  3. Probleme am Arbeitsplatz.


Damit einher gehen oft Andeutungen von Vorgesetzen oder Kollegen. Auch wenn sich diese auf den eigenen Arbeitsplatz konkretisieren, es besteht kein Grund zur Panik. Es macht jedoch Sinn, die eigene Stellung beim Arbeitgeber zu überdenken und sich mit den Handlungsmöglichkeiten vertraut zu machen. Folgende Überlegungen können dabei hilfreich sein:


Drohende Kündigung – was tun?


  1. Nur ein Gerücht? Was ist dran? Faktenlage sondieren.

  2. Vorsicht vor falschen Freunden am Arbeitsplatz.

  3. Frühzeitig externe Hilfe in Anspruch nehmen.

  4. Eigene „Baustellen“ bereinigen, solide Arbeit leisten.

  5. Schikanen dokumentieren – von außen intervenieren.

  6. Mit unangekündigten Personalgesprächen rechnen.

  7. Ruhig und sachlich bleiben, nicht provozieren lassen.

  8. Nichts ungeprüft unterzeichnen. Sperrzeiten drohen.

  9. Erfolgsaussichten im Klageverfahren prüfen.

  10. Ggf. form- und fristgerecht Klage einreichen.


Aus Arbeitgebersicht besteht Interesse daran, den Trennungsprozess derart zu gestalten, dass Schaden vom Unternehmen abgehalten wird. Im Regelfall drängt sich damit die Herbeiführung einer Verhandlungssituation auf. Mehr zum Thema Verhandlungen finden Sie hier.