Gunnar Elstner

Rechtsanwalt

Führungskräfte


Führungskräfte befinden sich oft in einer Zwickmühle: Einerseits sind sie Vorgesetzte und setzen die Interessen des Unternehmens gegenüber ihren Mitarbeitern durch, andererseits sind sie selbst auch Mitarbeiter und müssen sich den Weisungen der höheren Hierarchieebenen unterordnen. Echte Leitende Angestellte sind Führungskräfte in der überwiegenden Zahl der Fälle nicht. Informationen zum Thema Leitende Angestellte finden Sie hier.


Die Doppelstellung aus Vorgesetztem und Arbeitnehmer macht es vielen Führungskräften schwer, bei Konflikten ihre Position optimal zu vertreten. Der Arbeitgeber weiß dies und setzt darauf, dass Führungskräfte mehr und schneller als sonstige Arbeitnehmer einlenken. Die Führungskraft selbst verbindet mit dem Einlenken überwiegend die Erwartung, dass sich dies im Umgang mit dem Vorgesetzten langfristig auszahlt, sei es im Arbeitsverhältnis oder auch nach dessen Beendigung. Enttäuschungen bleiben insoweit nicht aus.


Wer als Führungskraft diese Zwickmühle durchbrechen will, sollte sich frühzeitig die Frage nach der Beauftragung eines Interessenvertreters zur Durchsetzung seiner Rechtspositionen stellen. Ein wesentlicher Vorteil liegt darin, dass die Verhandlungen vom sonstigen Umgang mit den Vorgesetzen entkoppelt werden und der Umgang so nicht weiter belastet wird.